Wie viel EU braucht Europa für eine gute Zukunft?

Europa-Matinee am 4. Mai 2016

Bei der traditionellen Europa Matinee der Politischen Akademie stand heuer die Frage im Raum, wieviel EU Europa für eine gute Zukunft braucht. Hochkarätige Gäste nahmen auf dem Podium Platz, um Antworten auf diese Frage zu finden.

2016 wird richtungsweisend für die Zukunft der EU: Brexit, die Solidarität in der Flüchtlingsfrage und die Krisenherde in und vor den Toren Europas – diese Herausforderungen standen auch bei der diesjährigen Matinee zum Europatag am 4. Mai in der Diplomatischen Akademie im Zentrum der Diskussion. Gemeinsam mit ÖVP-Klubomann Reinhold Lopatka haben Gerhard Pfister (Nationalrat des Schweizer Kantons Zug), Johannes Konrad Haindl (Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Österreich), Susan J. Le Jeune D’Allegeershecque (Botschafterin des Königreichs Großbritannien und Nordirland in Österreich) und Janos Perenyi (Botschafter von Ungarn in Österreich) über die Frage diskutiert, wie es um die Europäische Union bestellt ist.

Klubobmann Reinhold Lopatka betonte den Wert und die Notwendigkeit des Projektes für die soziale Sicherheit in Europa „Wir sind am Weg, die Richtung hat gestimmt. Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir vom richtigen Weg nicht abkommen und dass wir das Tempo richtig wählen. Ich bin überzeugt, dass dieses Europa funktionieren kann.“

Nach über 20 Jahren EU hat sich die Art und Weise, wie wir dieses Europa feiern grundlegend geändert. „Viele Menschen haben das Vertrauen in die Lösungsorientiertheit der EU verloren. Dennoch – ich oute mich als Anhänger dieses Europa und die Antwort auf die heute gestellte Frage lautet: Mehr Europa ist notwendig“, plädiert Hans Winkler, Direktor der Diplomatischen Akademie. 

Einen „Blick von außen“ gewährte Gerhard Pfister, Schweizer Nationalrat und neuer Präsident der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP). Er betonte den friedensstiftenden Aspekt der Union. „Durch die wirtschaftliche Vernetzung in der Europäischen hat Sie es geschafft, dauerhaft Kriege zwischen den Mitgliedsstaaten nahezu auszuschließen. Diesen Wert und Sinn der EU dürfen wir bei aller Kritik nicht vergessen.“

Unter den zahlreichen Besuchern der Veranstaltung befanden sich rund achzig Schülerinnen und Schüler – sichtbares Zeichen dafür, dass Europa der Jugend am Herzen liegt.

>> Fotos