Wolfgang Schüssel „Das Jahrhundert wird heller“

Wolfgang Schüssel, Bundeskanzler a. D., präsentierte im Gespräch mit Petra Bahr, Hauptabteilungsleiterin Politik der Konrad Adenauer Stiftung, auf der Politischen Akademie am 10. Juni sein neues Buch „Das Jahrhundert wird heller“.

Der Staatsmann Schüssel mahnte eine entschiedene Verteidigung der gesellschaftlichen Mitte ein. Um die Mitte zu erhalten, sei es vordringliche Aufgabe der Politik, zentrale Hoffnungen und Fragen anzusprechen: „Darunter verstehe ich die nachhaltige Sicherung des Sozialstaates und keine endlosen Debatten über Ampelmännchen.“ Das soziale Gleichgewicht zu erhalten, funktioniere nur mit einem Bekenntnis zur Leistungsgesellschaft. Als weitere vordringliche Aufgabe sieht Schüssel die Stärkung der Familien. Der einzelne Bürger sei gefordert, sich die Neugier auf die Zukunft zu bewahren und in seinem persönlichen Lebensumfeld konkret Stellung zu beziehen. Die Freiheitsrechte des einzelnen Bürgers zu verteidigen, bezeichnete Schüssel als prioritär.

Gesellschaftliche Realität hat Hoffnungen übertroffen

Als Wolfgang Schüssel 1968 seine politische Karriere begann, gab es in seiner Fraktion außer einer Frau nur Männer. Während seiner Kanzlerschaft bestand sein Kabinett zur Hälfte aus Männern und zur Hälfte aus Frauen. Diese gesellschaftliche Aufbruchsstimmung und den Willen nach Verbesserung gelte es auch in Zukunft zu bewahren.

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